Freitag, 1. Juli 2011

Zeugnissprüche III a (3.auf 4.Klasse)

Des Menschen Denken
plant die Tat.

Des Menschen Fühlen
liebt die Tat.

Des Menschen Wollen
führt sie aus.

So können gute Taten
durch Menschenkraft geschehen.

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In hellen, lichten Himmelsbergen
entspringt des Lebensflusses Strom.
Er fließt kristallen klar
hinab in tiefe Weltenauen.
Er fließt auch durch der
Menschenleiber Reich.

Er treibt die Weltenmühlen
und trägt die Seelen-Lastenschiffe
bis in das große Geistes-Weltenmeer hinein.

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Es strahlt ein Licht in meiner Seele;
ein Seelenlicht in allen guten Menschen.
Es strahlt das Sonnenlicht und hüllt mich ein;
und alle Menschen hüllt es ein,
als strahlend goldner Mantel
aus Himmelshöhen mich behütend.

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Im warmen Erdenschoße,
da ruht das sel'ge Samenkorn,
bis es dann kraftvoll dringt empor,
durchbrechend die Scholle,
drängend ans Licht
mit Jubelschall.

Jetzt wächst's hinauf
wohl in die Welt
und trägt die Frucht,
die dankend ich empfange.

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Es ist das gute Rosen-Pflanzen-Wesen
ein hartes, dorniges Gestrüpp.
Doch herrlich ist die edle Blüte
an Farbenglanz und Dufteshauch.
 

Es birgt das gute Erdenleben
in Dornenpfaden und im Leid
doch nur die größten Himmelsgaben
für Erdenfreude und für Geistesglück.

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Der Stein, er liegt
und spricht unter dir:
Ich liege ruhig
ich trage dich.
 

Die Pflanze wächst
und spricht vor dir:
Ich wachse hoch,
ich nähre dich.

Das Tier sich regend
spricht zu dir:
Ich fühle auch,
ich bin bei dir.
 

Der Mensch, er denkt
und spricht in dir:
Gottes Bild bin ich,
ist alles Sein.

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Es ist das nächtlich' Sein
gar still und friedevoll.
Auch hört man nur ein leises Säuseln
und Flüstern in der Welt.

Es streifen durch die dunklen Lande
nun ruhig die Himmelsmächte.
Sie einen sich den Wesen,
die schlafend, träumend ruh'n.

Bis Lichtesglanz die Welt erweckt,
die kraftvoll tönend neu ersteht.
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Ich seh' im hellen Sonnelicht
das schöne Weltenblütenmeer.

Ich weiß, dass diese Schönheit
entkeimte unscheinbaren Samen.

Ich fühle, dass Gottes Liebeskraft
die Welt so herrlich schuf.

Ich danke ihm mit Innigkeit
und lobe ihn von Herzen.

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Ich liebe der Sonne Licht
und fühle ihre warme Liebe.

Ich liebe die Erde
und spüre ihre feste Kraft.

Ich liebe alles Sein
und weiß, dass es geschaffen ist
durch Gottes große Liebe.

Mein Lob und Dank
erklingt für ihn.

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Ich trage, was ich sehe,
hinein in meine Seele.

Ich bewahre, was ich höre,
in meinem Innern mir.

Und Gottes ruhige Liebe
beschützt es immerzu.

So wächst gedeiht und blüht es,
trägt Frucht in guten Taten.
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Meine Augen sind wie Sterne
sendend sanfte Lichtesstrahlen,
tastend zart die Erdendinge.

Wollen nichts für sich begehren,
wollen alles mir nur schenken
füllend meiner Seele Schatz
mit des Lichtes Bilderkraft.

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Ich sehe die schöne Welt
mit meinen klaren Augen.


Ich erfühle die gute Welt
mit meinem liebenden Herzen.

Ich begreife die wahre Welt
mit meinem lernenden Wesen.

Und in mir wirkt die Gotteskraft,
die mir für Menschenwerke,
so gnädig ward geschenkt. 

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„Der Mensch ist gut“,
d e r Satz sei meines Denkens Kraft.

„Der Mensch hat Mut“,
d e r Satz sein meines Fühlens Stärke.

„Der Mensch arbeitet an Lebenszielen“,
d e r Satz sei meines Willens Macht
für Erdenwerke.

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Mit meinem Willen wirke ich
in meinen Gliedern.

Mit meinen Gliedern wirke ich
in der Welt.

In der Welt verwirkliche ich
meine Lebensziele.

In meinen Lebenszielen
wirkt mein göttliches Sein.
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Ich will die Erdendinge lieben,
die in der warmen Sonne Lichtesglanz
erstrahlen hell.

Ich will der Sonnenwärme danken,
die in der Erdenkühle
mir Seelenkraft zuströmen lässt.

Ich will mit meiner Tüchtigkeit
an Erdendingen
gute Menschentaten tun.
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Ich liebe der Lüfte
seelenlindes Wolkenweben.

Ich liebe die Wiesen
mit ihrem lichten Falterschweben.

Ich liebe der Erdentiefen
kristall'nes Königreich.
Ich trage diese Liebe
in meinem Herzen
und trage sie durch meine Taten
in die weite Welt hinaus.

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Aus weiten Geisteswelten
erkeimen die guten Gedanken.

Aus guten Gedanken
ersprießet das echte Empfinden.

Aus echtem Empfinden
erstarken tüchtige Taten.

Ich will die guten Taten lieben.
Ich will die echten Empfindungen stärken.
Ich will die tüchtigen Taten denkend tun.
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Gottesliebe sendet
den Menschenhäuptern Gedankenwärme.

Gedankenwärme gibt
den Menschenherzen Seelen-Liebe.

Aus Seelenliebe wird
in Menschenhänden Taten-Güte.

Gedankenwärme, Seelen-Liebe, Taten-Güte
sind die Kräfte,
die mich im Leben
ein rechter Mensch werden lassen.

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Es schmücket meine Seelen
des Denkens Lichtesglanz.

Es tönt in meiner Seele
der Freude heller Klang.

Es stärket meine Seele
der Taten Liebesmacht.
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Kraftvoll will ich Taten tun.
Regsam will ich wachend denken.
Freudig will ich liebend fühlen.

Dann erschaff' ich Seelenmut,
Seelenmut als Lebenskraft,
Lebenskraft für meine Taten.

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Es winden sich die Lebensranken
empor am starken Stamm.
Dann können sie im Sturme schwanken,
sie steh'n doch nie allein.

Drum will ich Gott dem Höchsten danken,
dass er mein Seelen-Sein
bewahrt in seinen starken Händen,
beschützt das Herze mein.

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Ich will im Erdenreich
die Kunde hören,
die mir von oben klar ertönt.

Ich will das gute Wort
im Munde führen,
das meinem Herz entfließt.

Ich will auch tätig
jede Stunde handeln
auf meiner Lebensbahn.

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Ich habe einen Menschenleib,
ich werde ihn erkraften.

Ich fühle meine Menschenseele,
ich werde sie erlichten.

Ich bin ein Menschenwesen,
ich werde es erkennen.
Denn dafür wachsen Kräfte
in meinem Leib heran,
wenn tüchtig ich im Lernen bin
und tätig auch im guten Werke.

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Es lebt in mir eine Seelenlicht.
Des Lernens Mühekraft
lässt hell erstrahlen es
und gibt ihm goldnen Glanz.

Der Arbeit Segen lässt
es stetig wachsen.
Es wird zur hellen Flamme
durchfeuernd meines Lebens
Erdensein.


Ich will der Lernens Kraft
mir wecken.
Ich will der Arbeit Segen
mir erkämpfen
in jeder Stunde.

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Ich werde geführt
auf jungen Erdenpfaden 
von der Schule schützend Wesen.

Ich werde beschützt
auf Lebenswegen
von lichten Liebeskräften.

Ich werde umlichtet
auf Gedankenbahnen
von starken Himmelsführer-Mächten.

So reife kraftvoll ich heran
für meine Lebensziele.

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