Freitag, 1. Juli 2011

Zeugnissprüche II b (2. auf 3.Klasse)

Wie die Blumen fröhlich blühen,
ihre Farben bunt erglühen,
so erblühen im Gemüte
Liebe, Weisheit und auch Güte.


Hör' im Vogelsingen
Weltenton erklingen.
Hör' in unser'n Menschenworten,
wie Liebe tönt an allen Orten.


Schau' ich in die weite Welt,
seh' ich, was mir wohlgefällt:
Pflanzen; Tiere, Mensch und Stein -
alles will geliebet sein.


Schlüpft ein Vöglein aus dem Ei,
Vogelmutter ist dabei.
Füttert froh ihr kleines Kücken,
ach, es ist zum Herzentzücken.
Meine Seele jubelt gleich:
Gut ist unser Erdenreich.


Freudig blick' ich in die Welt.
Gottes Wunder sie enthält.
Auch in meiner Seele Reich
tut Gott Wunder tausendfach.



Sieh', was die Vögel am Himmel erleben.
Sie wollen es jubelnd den Menschen geben.
So wollen auch wir allen Menschen mitteilen,
die lichten Gedanken, die zu uns eilen.


In des Menschen Seeleninnern
lauter gute Kräfte schlummern.
Leuchten bunt im Geistesglanz
wie ein frischer Blütenkranz.


Buntes Blühen auf den Wiesen
will ich immer froh begrüßen.
Blüht in mir Gedankenkraft,
dank' ich Gott, der sie erschafft.


Vogelsingen in der Luft;
tief im Wald der Kuckuck ruft.
Hör' ich jauchzen all die Stimmen,
will mein Herz auch jubeln drinnen.


Schwingt die Lerche hoch sich auf
bis zum Himmelstor hinauf,
so fliegt jedes Dankeswort
vor Gottes Thron im Himmelsort.


Vöglein schwingt sich in die Lüfte,
atmet Licht und Blumendüfte.
Jubiliert, als wär's ein Fest.
Dankt dem Herrn, der es beschützt.


Gott strahlt Licht und Wärme aus
in das große Weltenhaus.
Auch in meines Leibes Heim
wirket Gottes Kraft und Schein.


Wende ich zur Erde mich,
seh' ich Pflanzen, Tier und Steine:
Wende ich zum Himmel mich,
schau' ich Sonne, Mond und Sterne.
Blick' ich in die Menschenseele,
wirket Weisheit, Kraft und Liebe.


Singen Vögel fröhlich,
lauschen Menschen selig,
hören in dem Vogelsingen
Himmelslieder hell erklingen.


Was im Menscheninnern ruht,
ist die lichte Gotteskraft;
ist des Menschen höchstes Gut,
alles er mit ihr erschafft.


Des Lichtes Strahlen dringen
zu allen Erdendingen.
So strahlt des Geistes Gnade
auf meine Erdenpfade.


Morgens wenn die Sonne
sich in den Himmel schwingt,
jedes Vöglein fröhlich singt.
So jubiliert auch himmelwärts -
frisch vom Schlaf erwacht mein Herz. 


Wie das Tier sich fühlend reget
und die Pflanze wachsend lebet,
so belebt mich Menschen-Denken.
Möge Gotteskraft es liebend lenken!


Ich hör', wie fröhlich Vögel singen;
ich hör', wie innig Menschenworte klingen:
Es tönt in Wort und Vogelsang
die Seelenkraft als Weltenklang.


Aus der Erde  - tief gegründet -
ragt der Baum zum Himmel auf.
Was die Seele tief empfindet,
reichet bis zu Gott hinauf.


Sieh', die Hasen hüpfen, springen.
Hör', die Vögel fröhlich singen:
Gottes Geist beseelet sie,
Gottes Geist beseelt auch mich.


Auf der Suche nach dem Futter
fliegt umher die Amselmutter.
Wenn dann müd' die Sonne sinkt,
fröhlich noch ihr Lied erklingt:
So folget auf der Arbeit Fleiß
Gotteslob und Gottespreis.


Wie der Vogel fliegt zum Ast,
setzt sich kurz zur Ruh',
so fliegen uns - schnell halt' sie fest -
die guten Gedanken zu.


Draußen wärmt der Sonne Schein
liebend alles Weltensein.
In mir trag' ich eine Sonne,
sie lebt in meines Herzens Wonne.


Vöglein fliegt auf hohe Tannen,
kann die Schwingen weit ausspannen.
Menschenseele schwing dich auf
zu des Himmels Licht hinauf.


Des Himmels Licht
beleuchtet meine Erdenwege.
So schreit' ich sicher
Schritt für Schritt.
Und wank' auch nicht 
auf schmalem Stege,
des Himmels Licht
kommt immer mit.


Springt der Hase übers Feld,
Lerche singt am Himmelszelt.
Alle Tiere regen sich
ach, wie das erfreuet mich.


Wenn die Vögel jubelnd singen,
singen sie aus Freudekraft.
Wenn der Menschen Worte klingen,
lebt in ihnen Gottes Kraft.


Zum Himmel wendet sich die Blüte,
zum Licht, das sie erschafft.
Zum Himmel schaut auch mein Gemüte,
in Dankbarkeit zu Gottes Kraft.

Zeugnissprüche I b (1. auf 2. Klasse)

Es leucht' der Sonne edles Rund
bis auf den tiefsten Erdengrund.
So scheint des Geistes göttlich Helle
bis tief hinab in meine Seele.


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Es wohnt in Pflanze Tier und Stein
ein Stück vom hellen Sonnenschein;
schlafet, träumet, reget sich,
Sonnenschein beseelt auch mich.


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Der Erdengrund trägt meinen Leib;
mein Leib, der trägt mein Leben;
mein Leben hat mir Gott gegeben,
dafür dank' ich ihm gern allezeit.


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Freude, Freude, Freude nur
bereitet mir die Gott-Natur.
Danken, danken, danken will
meine Seele, ach so viel.




Mein Leib, der lebet;
meine Seele, sie strebet;
mein Geist sich erhebet
zu Gott im Gebete.


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Dass ich kann springen
und fröhlich singen,
des Lernens Früchte erringen,
dafür dank' ich immerzu,
weil ich es so gerne tu'.


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Licht webt in der Welt;
Licht lebt auch in mir.
Was die Welt erhellt,
Denkkraft ist's in mir.


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Mit Fleiß erreich' ich Lernensziele;
mit Lernenszielen gewinn' ich Lebenskraft;
und Lebenskraft wird mir zur Seelengüte,
die mir das Geisteslicht erschafft.


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Die Welt ist schön;
die Welt ist gut;
in ihr wirkt Gottes Kraft,
die alles Leben schafft.


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Es fliegen die Vögel am Himmelsbau;
es flattern die Falter in grüner Au;
so fliegt meine Seele durch Weltenweiten
und will ihre Schwingen atmend ausbreiten!


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Schau' ich in die weite Welt
bis hinauf zum Himmelszelt, 
denk' ich: Hier bin ich geborgen;
Gott wird allzeit für mich sorgen.


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Meine Menschenkraft
stammt von Gott allein,
strömt in meine Glieder
durch die Seele ein.
Dafür will ich danken gern,
Gott im Himmelreich verehr'n.


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Lernen bringt mir Lebensfreude.
Freude wird zur Seelenkraft,
die in meinen Gliedern schafft.
Gutes wollen sie vollbringen,
arbeiten an Erdendingen.


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Dass ich lernen kann,
ist Gottes Gabe.
Dass ich denken kann,
ist Gottes Gabe.
Dass ich arbeiten kann,
ist Gottes Gabe.


Meine Gabe an ihn sei:
Menschendank und Menschenliebe. 


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Zur Schule eil' ich jeden Tag,
weil ich tüchtig lernen mag.
Lernen gibt mir Lebensfreude,
dafür dank' ich Gott auch heute.


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Lichtesglanz durchwebt den Raum,
Augenkraft, sie kann ihn schau'n.
Liebeswärme webt im Herz:
Meiner Seele Dank strömt himmelwärts.


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Wie der Wind die Bäume rüttelt
und die Blätter alle schüttelt;
so ist es der Seele Kraft,
die in meinen Gliedern schafft.


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Durch der Sonne Licht
öffnet eine Knospe sich.
Zeiget zarter Blüte Pracht,
die sie still hervorgebracht.


So wachsen mir im Herzensgrund
gold'ne Seelenblüten:
Gott mög' sie behüten.


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Gottes Liebe wärmt die Welt,
wärmt sie immerdar.
Gottes Lieb' die Welt erhält
ewig, wunderbar.
Menschenliebe ström' zu ihm,
zu des Himmels Pforten hin.


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Reiche Früchte trägt der Baum,
rot und golden anzuschau'n.
Sonnenmacht ließ sie dort reifen,
Menschenhand darf sie ergreifen.


So reifen auch in meiner Seele
des Lernens Früchte für mein Leben;
vom Gottesgeist sind sie gegeben.


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Im tiefsten Herzensgrund,
da strahlt ein warmes Licht.
Im höchsten Himmelsrund,
da glüht der Sonne Angesicht.


So liebet Gott die Welt und mich;
im Lichte offenbart er sich.


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An dem hohen Himmelsbau,
auf der blauen Weltenau
leuchten Sonne, Mond und Sterne;
Menschenaugen seh'n sie gerne.
Leuchten in mein Herz hinein;
spenden Kraft im Erdensein.


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Zur Schule eil' ich jeden Tag,
weil ich gerne lernen mag.
Wenn ich dann erwachsen werde,
schaff' ich tüchtig auf der Erde;
dass durch meine Geistesmacht
sich entfaltet Erdenpracht.


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Im Haupte das Licht,
macht mein Denken gut.
Im Herzen die Wärme,
sie stärkt mir den Mut.
In den Händen die Kraft,
die die Arbeit tut.


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Die Liebe Gottes führet mich
auf meinen Erdenwegen.
Die Liebe Gottes schützet mich,
sie spendet Kraft und Segen.
Die Liebe Gottes wärmet mich,
lässt mich die Glieder regen.


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Wie die ganze Blütenwonne
wachset in dem Licht der Sonne;
so wachset meine Geisteskraft
durch Gott, der sie erschafft.


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Es webt die lichte Sonnenbraut
aus ihren gold'nen Fäden
der Blüten zarte, bunte Blätter;
am Morgen sind sie frisch betaut.


So webt im hellen Seelenlichte
Gott mir des Lernens reiche Früchte.


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Hüpfen, springen, singen
lieb' ich alleszeit.
Flötenlieder klingen,
Freude macht sich breit.
Frohsinn schenkt der Himmel mir,
danken will ich ihm dafür. 


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Wenn meine starken Glieder
fröhlich auf der Erde springen;
wenn ich die schönsten Lieder 
mit meinem Mund kann singen:
Es springt und singt die Seele mein,
und dafür dank' ich Gott allein.

Zeugnissprüche III a (3.auf 4.Klasse)

Des Menschen Denken
plant die Tat.

Des Menschen Fühlen
liebt die Tat.

Des Menschen Wollen
führt sie aus.

So können gute Taten
durch Menschenkraft geschehen.

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In hellen, lichten Himmelsbergen
entspringt des Lebensflusses Strom.
Er fließt kristallen klar
hinab in tiefe Weltenauen.
Er fließt auch durch der
Menschenleiber Reich.

Er treibt die Weltenmühlen
und trägt die Seelen-Lastenschiffe
bis in das große Geistes-Weltenmeer hinein.

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Es strahlt ein Licht in meiner Seele;
ein Seelenlicht in allen guten Menschen.
Es strahlt das Sonnenlicht und hüllt mich ein;
und alle Menschen hüllt es ein,
als strahlend goldner Mantel
aus Himmelshöhen mich behütend.

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Im warmen Erdenschoße,
da ruht das sel'ge Samenkorn,
bis es dann kraftvoll dringt empor,
durchbrechend die Scholle,
drängend ans Licht
mit Jubelschall.

Jetzt wächst's hinauf
wohl in die Welt
und trägt die Frucht,
die dankend ich empfange.

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Es ist das gute Rosen-Pflanzen-Wesen
ein hartes, dorniges Gestrüpp.
Doch herrlich ist die edle Blüte
an Farbenglanz und Dufteshauch.
 

Es birgt das gute Erdenleben
in Dornenpfaden und im Leid
doch nur die größten Himmelsgaben
für Erdenfreude und für Geistesglück.

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Der Stein, er liegt
und spricht unter dir:
Ich liege ruhig
ich trage dich.
 

Die Pflanze wächst
und spricht vor dir:
Ich wachse hoch,
ich nähre dich.

Das Tier sich regend
spricht zu dir:
Ich fühle auch,
ich bin bei dir.
 

Der Mensch, er denkt
und spricht in dir:
Gottes Bild bin ich,
ist alles Sein.

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Es ist das nächtlich' Sein
gar still und friedevoll.
Auch hört man nur ein leises Säuseln
und Flüstern in der Welt.

Es streifen durch die dunklen Lande
nun ruhig die Himmelsmächte.
Sie einen sich den Wesen,
die schlafend, träumend ruh'n.

Bis Lichtesglanz die Welt erweckt,
die kraftvoll tönend neu ersteht.
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Ich seh' im hellen Sonnelicht
das schöne Weltenblütenmeer.

Ich weiß, dass diese Schönheit
entkeimte unscheinbaren Samen.

Ich fühle, dass Gottes Liebeskraft
die Welt so herrlich schuf.

Ich danke ihm mit Innigkeit
und lobe ihn von Herzen.

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Ich liebe der Sonne Licht
und fühle ihre warme Liebe.

Ich liebe die Erde
und spüre ihre feste Kraft.

Ich liebe alles Sein
und weiß, dass es geschaffen ist
durch Gottes große Liebe.

Mein Lob und Dank
erklingt für ihn.

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Ich trage, was ich sehe,
hinein in meine Seele.

Ich bewahre, was ich höre,
in meinem Innern mir.

Und Gottes ruhige Liebe
beschützt es immerzu.

So wächst gedeiht und blüht es,
trägt Frucht in guten Taten.
___________________________________


Meine Augen sind wie Sterne
sendend sanfte Lichtesstrahlen,
tastend zart die Erdendinge.

Wollen nichts für sich begehren,
wollen alles mir nur schenken
füllend meiner Seele Schatz
mit des Lichtes Bilderkraft.

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Ich sehe die schöne Welt
mit meinen klaren Augen.


Ich erfühle die gute Welt
mit meinem liebenden Herzen.

Ich begreife die wahre Welt
mit meinem lernenden Wesen.

Und in mir wirkt die Gotteskraft,
die mir für Menschenwerke,
so gnädig ward geschenkt. 

______________________________

„Der Mensch ist gut“,
d e r Satz sei meines Denkens Kraft.

„Der Mensch hat Mut“,
d e r Satz sein meines Fühlens Stärke.

„Der Mensch arbeitet an Lebenszielen“,
d e r Satz sei meines Willens Macht
für Erdenwerke.

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Mit meinem Willen wirke ich
in meinen Gliedern.

Mit meinen Gliedern wirke ich
in der Welt.

In der Welt verwirkliche ich
meine Lebensziele.

In meinen Lebenszielen
wirkt mein göttliches Sein.
______________________________

Ich will die Erdendinge lieben,
die in der warmen Sonne Lichtesglanz
erstrahlen hell.

Ich will der Sonnenwärme danken,
die in der Erdenkühle
mir Seelenkraft zuströmen lässt.

Ich will mit meiner Tüchtigkeit
an Erdendingen
gute Menschentaten tun.
________________________________
Ich liebe der Lüfte
seelenlindes Wolkenweben.

Ich liebe die Wiesen
mit ihrem lichten Falterschweben.

Ich liebe der Erdentiefen
kristall'nes Königreich.
Ich trage diese Liebe
in meinem Herzen
und trage sie durch meine Taten
in die weite Welt hinaus.

________________________________

Aus weiten Geisteswelten
erkeimen die guten Gedanken.

Aus guten Gedanken
ersprießet das echte Empfinden.

Aus echtem Empfinden
erstarken tüchtige Taten.

Ich will die guten Taten lieben.
Ich will die echten Empfindungen stärken.
Ich will die tüchtigen Taten denkend tun.
______________________________


Gottesliebe sendet
den Menschenhäuptern Gedankenwärme.

Gedankenwärme gibt
den Menschenherzen Seelen-Liebe.

Aus Seelenliebe wird
in Menschenhänden Taten-Güte.

Gedankenwärme, Seelen-Liebe, Taten-Güte
sind die Kräfte,
die mich im Leben
ein rechter Mensch werden lassen.

____________________

Es schmücket meine Seelen
des Denkens Lichtesglanz.

Es tönt in meiner Seele
der Freude heller Klang.

Es stärket meine Seele
der Taten Liebesmacht.
_____________________________

Kraftvoll will ich Taten tun.
Regsam will ich wachend denken.
Freudig will ich liebend fühlen.

Dann erschaff' ich Seelenmut,
Seelenmut als Lebenskraft,
Lebenskraft für meine Taten.

 __________________________

Es winden sich die Lebensranken
empor am starken Stamm.
Dann können sie im Sturme schwanken,
sie steh'n doch nie allein.

Drum will ich Gott dem Höchsten danken,
dass er mein Seelen-Sein
bewahrt in seinen starken Händen,
beschützt das Herze mein.

_________________________

Ich will im Erdenreich
die Kunde hören,
die mir von oben klar ertönt.

Ich will das gute Wort
im Munde führen,
das meinem Herz entfließt.

Ich will auch tätig
jede Stunde handeln
auf meiner Lebensbahn.

_____________________________


Ich habe einen Menschenleib,
ich werde ihn erkraften.

Ich fühle meine Menschenseele,
ich werde sie erlichten.

Ich bin ein Menschenwesen,
ich werde es erkennen.
Denn dafür wachsen Kräfte
in meinem Leib heran,
wenn tüchtig ich im Lernen bin
und tätig auch im guten Werke.

___________________________

Es lebt in mir eine Seelenlicht.
Des Lernens Mühekraft
lässt hell erstrahlen es
und gibt ihm goldnen Glanz.

Der Arbeit Segen lässt
es stetig wachsen.
Es wird zur hellen Flamme
durchfeuernd meines Lebens
Erdensein.


Ich will der Lernens Kraft
mir wecken.
Ich will der Arbeit Segen
mir erkämpfen
in jeder Stunde.

____________________

Ich werde geführt
auf jungen Erdenpfaden 
von der Schule schützend Wesen.

Ich werde beschützt
auf Lebenswegen
von lichten Liebeskräften.

Ich werde umlichtet
auf Gedankenbahnen
von starken Himmelsführer-Mächten.

So reife kraftvoll ich heran
für meine Lebensziele.

__________________


Sonntag, 26. Juni 2011

Zeugnissprüche IIa (2. auf 3. Klasse)

Sprüche in Inhalt und Form an Steiners Spruchgut angelehnt
Viele dreigliedrige Sprüche


Sonnenhelles Denken,
herzeliebes Fühlen,
arbeitsames Wollen
sind des Menschen
reiner Lebensquell;
sind lebendige Gotteskräfte
in Seelentiefen,
leitend mich auf Lebenswegen.



Die liebe Sonne spendet
aus Raumesweiten
Lichteskraft.
Die liebe Erde trägt
und hält mich fest
mit ihrem starken Arm.
[
Der Gottesgeist verehr' ich,
weil er mit Seelenmacht
den Menschenleib erkraftet
und zwischen Sonn' und Erde
mich in die Welt gestellt.



Wenn aus den Weltenweiten
der Sonne liebes Licht
erhellt den Erdentag,
dann strahlt in Menschenseelen
des Herzens Freudensonne.
Und Menschengeister sprechen
Dankgebete dem Gottes-Liebes-Geist.



Der lieben Gotteskraft,
die tätig in den Gliedern schafft
[
will danken ich
an jedem neuen Tag,
dass freudig ich
durchs Leben gehen mag.



Nehmen und geben,
lieben im Leben,
streben im Lernen,
danken für Gaben,
die ich darf haben,
daran will denken ich
allezeit.



Die guten Menschenherzen lieben das Wahre,
die guten Menschenherzen lieben das Schöne,
die guten Menschenherzen lieben alles Weltensein.
Und dankbare Menschenseelen
verehren den Gottesgeist,
der in allem lebt, was ist.



Im lieben Sonnenlicht,
da wirket Gotteskraft.
[
In reinen Seelentiefen,
da leuchtet Gottes Schein.
[
Und in den Menschenworten,
da spricht aus Seelentiefen
im Sonnenlicht die Gotteskraft:
„Der Mensch ist gut!“



Der lieben Lüfte
weißes Wolkenweben.
[
Der grünen Wiese
lichtes Falterschweben.
[
Der großen Erdentiefen
kristallen Königreich.
[
Das alles sind Taten
göttlicher Wesen.
[
Sie will ich verehren,
ihnen Dank nicht verwehren.





Der edle Adler schwinget
sich in die Himmelshöhen.
[
Er will im hellen Sonnenlicht
die Erdenwelt erstrahlen sehen.
[
Es tragen ihn des Äthers Lüfte.
Er schmecket schon des Himmels Düfte.
[
Er kennt des Himmels Götterreich.
Bringt Kundschaft uns ins Erdenreich.



Menschen wollen gute Werke.
Drum spricht die Menschenhand:
Erarbeiten will ich sie!
[
Menschen schaffen schöne Dinge.
Drum spricht das Menschenherz:
Erfühlen will ich sie!
[
Menschen sagen wahre Worte.
Drum spricht das Menschenhaupt:
Erhören will ich sie!



Menschen lernen die Wahrheit.
Menschen lieben die Schönheit.
Menschen arbeiten mit Tatkraft.
[
Die Wahrheit lernend,
die Schönheit liebend,
mit Tatkraft arbeitend
erreiche ich Lebensziele.

Freitag, 24. Juni 2011

Zeugnissprüche Ia (1.auf 2.Klasse)

SONNENSPRÜCHE
MENSCHENSPRÜCHE
WELTENSPRÜCHE

Die Frucht sie reifet hoch am Baum
in Licht und Luft im Himmelsraum.
Der Baum, er ruht auf festem Stamm,
im Erdreich er sich gründen kann.


Fröhlich lacht die Sonne,
meines Herzens Wonne.
In des Tages Lauf
kraftvoll steigt sie auf.
Gegen Abend zu
geht sie still zur Ruh.


Die Sonne scheinet in der Welt,
die Seele ruht in dir.
Der Mensch in seinen Händen hält
die Erdendinge hier.


Am Tag erglüht der Sonne Pracht;
sie schwindet dann hinweg zur Nacht.
Herauf tönt sie am Morgen wieder,
entfaltet himmlisch Goldgefieder.


Die Sonne streut ihr lichtes Gold
reich über Erdendinge aus.
So freut das Menschenherz sich hold
in seinem Leibeshaus.


Die Pflanze keimt im Erdengrund;
der Luftkreis spendet Licht und Regen,
so wachset sie durch göttlich Segen,
bis sich die Frucht formt fest und rund.


Aufschau' ich zu der Sonne Schein,
will ehren ihn im Herzen mein.
Dann wächst in mir die Menschenkraft;
erblüht in mir, was Schönheit schafft.


Des Winters Schnee und Eis muss weichen,
wenn Sonnenhände Wärme reichen.
Das Lebenswasser tränkt die Erde,
dass Unsichtbares sichtbar werde.


Die Füße tragen mich
auf allen Erdenwegen;
die Hände wollen sich
zur Arbeit tätig regen.


Des Lebens Schätze groß,
sie ruh'n im Weltenschoß.
Der Sonne strahlend Hand
trägt sie ins Erdenland.


Jetzt tret' ich in die Welt hinaus
in Gottes weites, schönes Haus.
Ich suche Lichtesschätze strahlend groß
und trag' sie dankbar in mein Leibesschloss.


Das Sonnenlicht den Pflanzen gibt
die Kräfte, die mich gütig nähren.
Drum will im Sonnenglanz ich ehren
den Gottesgeist, der alles liebt.


Nur weil der Hände Arbeitskraft
an Erdenboden fleißig schafft,
erblühen aus dem Erdenschoß
die Gotteswunder schön und groß.


Die Welt ist schön,
die Welt ist gut,
in ihrem Seelenschoße ruht
die Gotteskraft,
die Leben schafft.
Das Leben macht es offenbar:
Die Welt ist wahr!

Gar unerschöpflich sprießt das Grün
auf weiten Lebens-Wiesen-Auen.
Die Traumesblumen drinnen blüh'n,
ich will sie liebend schauen.


Ich will des Lebens Wege wandeln.
Ich will aus Herzensgüte handeln.
Des Geistes Wärme hüllt mich ein.
Ich finde ihn im Sonnenschein.


Verborgen lag in Erdentiefen
zur Wintersruh der Pflanzenkeim.
Als ihn die Frühlingsgeister riefen,
entspross er in der Sonne Schein.


Die harte Schale schützt die Nuss
vor Ungewitter und Verdruss.
Doch kommt der Frühlings-Sonnen-Schein,
dann regt sich drin der Lebenskeim.
Er sprengt sie Schale mit Gewalt:
Ein Pflanzenwesen nimmt Gestalt.


Ein Häschen hüpfte froh daher,
es hüpfte kreuz und hoppelt' quer.
Da stand im Weg ein dichter Busch,
da schlüpft es drunter – husch.
Still legte es sich hier zur Ruh
und schloss getrost die Äuglein zu.


Ein Sonnenstrahl – so hell und heiter,
der steigt herab die Himmelsleiter.
Er legt sich an ein Erdenkleid.
Zur Arbeit ist er gern bereit.


Versteckt im Busch, da ist ein Nest,
da schläft ein Vöglein fest,
es hat das Köpflein unterm Flaum
und träumet einen schönen Traum.
    Doch scheint die Sonne wieder,
dann schüttelt's sein Gefieder.
Es schwingt sich in die freie Luft
und singet neue Lieder.


Gott hat mir Sonnenkraft geschenkt,
in meine Seele mir gesenkt.
Sie stömt in meine Glieder ein.
So kann ich lernen und arbeitsam sein.


Den Himmel krönt der Sonne Gold.
Mein Haupt, es krönt den Leib.
Zwei Augen öffnen es zur Welt.
Drum seh' ich alle Dinge
vom Sonnenlicht erhellt.


Das Gute tun, es gibt die Kraft.
Das rechte denken, Güte schafft.
Verehrung will ich allem geben,
was tüchtig ist im Menschenleben.


Gedanken sind hell,
so hell wie das Licht,
so klar wie Kristall.
Sie leben im weiten Weltenall.
Sie leben in meinem eignen Sein,
und gehören allen – so wie mir allein.


Die Frucht, sie reift im Sonnenlicht,
sie nimmt es auf, verwandelt sich.
So nehm' ich auf des Denkens Kraft
und reife so durch Gottes Macht.


Die Blütenknospe harrt verschlossen
auf einen schönen Sonnentag.
Da kommt der Sonne Licht geflossen,
eröffnend, was verborgen lag.
Die Blumenschönheit quillt hervor
aus bergend grünem Blättertor.


Die schöne Welt hat Gott gemacht,
mit großer Güte sie bedacht.
Mein Herz die Welt drum dankend liebt
und meine Hand verehrend gibt.


Das Licht, es strahlt aus seinem Quell,
erweckt die Welt erglänzend hell.
In Blütenkelchen strömt es ein,
erbildend drin den Pflanzenkeim.


Die Augen sind der Sonne Bild.
Das Seelenlicht aus ihnen quillt.
Und weil sie hell und kristallklar,
seh' ich: Die Welt ist wahr!


Ich bin in Gottes Geisteshand geborgen.
Die Seelenkraft erwachet jeden Morgen.
Auf göttlich Grund stets mutvoll bauen.
Will offen in die Welt nun schauen.

Dem Samenkorn entsprießt der Keim.
Die Pflanze kräftig wächst hinan.
Die Blüte öffnet sich dem Licht.
Die Sonnenwärme schafft die Frucht.


Beflügelt von des Geistes Schwingen
zum Erdengrunde will ich dringen.
Der Sonne Geisteslicht erhellt die Welt.
Auf göttlich Seelengrund bin ich gestellt.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Zeugnissprüche VII (Ende der 8.Klasse)

Aus dem Weisheitsgut der Menschheit
Sprüche der Klassiker


Von der Menschheit
kannst du nie groß genug denken,
wie du im Herzen sie trägst,
prägst du in Taten sie aus.
(unbek. Verfasser)


Arbeit
ist die Bedingung des Lebens,
das Ziel – Weisheit
und Glückseligkeit
der Preis.
(Schiller)


Fasse frischen Mut!
So lang ist keine Nacht,
dass nicht schon bald
der helle Morgen lacht.
(W. Shakespeare)


Das Schicksal meistern.
Nicht, sich vom Schicksal
meistern lassen.
(unbekannt)


Wer ist weise?
Der von jedermann lernt.
Wer ist stark?
Der sich selbst überwindet.
Wer ist reich?
Der sich mit dem Seinigen begnügt.
Wen achtet man?
Den, der die Menschen achtet.
(Talmud)


Aller Anfang ist leicht
und die letzten Stufen
werden am seltensten
erstiegen.
(Goethe)


Blick in dein Inneres!
Da drinnen ist eine Quelle
des Guten,
die niemals aufhört zu sprudeln,
wenn du nicht aufhörst
nachzugraben.
(Marc Aurel)


Was heute nicht geschieht,
ist morgen nicht getan,
und keinen Tag soll man verpassen:
Das Mögliche soll der Entschluss
beherzt beim Schopfe fassen.
(Goethe)



Wie unzählige Tropfen
schließlich ein Meer bilden,
so können wir,
wenn wir freundlich sind,
ein Meer der Freundlichkeit
werden.
(Gandhi)


O Mensch, all deine Werke ,
die nur vergänglich
und unendlich klein,
sie haben weder Wert noch Dauer,
doch ewig bleibt der Geist,
aus dem heraus du wirktest
und schaffend sie vollbracht.
(Carlyle)


Immer strebe zum Ganzen,
und kannst du selber 
kein Ganzes werden,
als dienendes Teil 
schließ' an ein Ganzes 
dich an.
(Schiller)


Dein Auge kann die Welt
trüb oder hell dir machen:
Wie du sie ansiehst
wird sie weinen oder lachen.
(Friedrich Rückert)


In jedem steckt ein Bild
des, das er werden soll.
Solang er das nicht ist,
ist nicht sein Friede voll.
(Friedrich Rückert)


Oft nach einem Tag,
oft schon nach einer Stunde
belächelst du den Schmerz
und fühlst nicht mehr 
die Wunde.
(Friedrich Rückert)


Willst du von zwei Dingen
wissen, welches das Rechte ist?
Nimmer ist es das Bequeme!
Was dir die meiste Mühe macht,
das ist es!
(Leopold Schefer)



Blicke zum Himmel empor,
bis die goldenen Pforten sich auftun,
und dir in göttlichem Licht
thronend erscheint die Idee;
doch dann senke den Blick,
und hast du geschauet,
so schaffe!
Schauen und schaffen,
es ist menschlicher Doppelberuf.
(Robert Hamerling)


Die Hauptsache ist,
dass man ein großes Wollen habe
und Geschick und Beharrlichkeit
besitze es auszuführen;
alles übrige ist gleichgültig.
(Goethe)


Was es auch Großes
und Unsterbliches zu erstreben gibt:
Den Mitmenschen
Freude zu machen 
ist doch das Beste,
was man in der Welt tun kann.
(Peter Rosegger)


Tu' erst das Notwendige,
dann das Mögliche,
und plötzlich schaffst
du das Unmögliche.
(unbekannt)


Viel haben, ist nicht reich.
Der ist ein reicher Mann,
der alles, was er hat
ohn' Leid verlieren kann.
(Angelus Silesius) 



Reinen Herzens und voller Liebe
werde ich gegen andere so handeln,
wie ich gegen mich selbst handeln würde.
(Buddhist. Spruch)


Lebt nicht in deinen Händen Wirkenskraft,
die dir der kosmische Beweger einverleibt?
All unsre Glieder blieben ohne Macht,
wenn nicht die gleiche Kraft
in dir das Handeln lenkt.
(Goethe) 


Rastlos vorwärts musst du streben,
nie ermüdet  stille steh'n,
willst du die Vollendung seh'n.
(Schiller) 


Aus aller Kräfte schön
vereintem Streben
erhebt sich wirkend
erst das wahre Leben.
(Schiller)


Nur der verdient sich Freiheit
und das Leben,
der täglich sie erobern muss.
(Goethe)



Tätigkeit ist,
was den Menschen 
glücklich macht.
(Goethe)


Das ist kein tücht'ger Mensch, der,
wo das Größere zu gewinnen ist,
am Kleinen sich genügen lässt.
(unbekannt)


Nur die Sache ist verloren,
die man aufgibt.
(Lessing)


Wir lernen durch Irrtum und Fehler
und werden Meister durch Übung,
ohne zu merken,
wie es zugegangen ist.
(unbek.)


Was hinter uns liegt
und was vor uns liegt,
sind Winzigkeiten
im Vergleich zu dem,
was in uns liegt.
(Oliver Weel Holmes)


Willst du immer weiter schweifen?
Sieh' das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
denn das Glück ist immer da.
(Goethe)


Lernen ohne zu denken,
ist verlorene Müh'.
Denken, ohne etwas 
gelernt zu haben
ist gefährlich.
(Konfuzius)


Lieber ein Kerze anzünden,
als über Finsternis klagen!
(chinesische Weisheit)


Es gibt zwei Arten 
sein Leben zu leben:
Entweder so, als wäre 
nichts ein Wunder,
oder so, als wäre
 alles ein Wunder.
Ich glaube an letzteres.
(Albert Einstein)


Man sieht nur 
mit dem Herzen gut,
das Wesentliche ist
für das Auge unsichtbar.
(Antoine de Saint Exupéry)